Sie haben das Thema Ihres Erklärfilmes abgesteckt, Sie kennen Ihre Zielgruppe und Sie wissen, welcher Filmstil am besten ankommen wird? Dann steht der praktischen Umsetzung Ihres Filmprojektes nichts mehr im Weg.

Konzept erstellen Schreiben Sie sich stichpunktartig alles auf, was der Erklärfilm inhaltlich behandeln soll. Markieren Sie anschließend wichtige Keywords und überlegen Sie, wie Sie diese bildlich darstellen würden. Wenn Sie ein paar Ideen gesammelt haben, sollten Sie den Text verfassen, der später eingesprochen hinterlegt wird. Achten Sie darauf, dass dieser weder zu kompliziert noch zu schriftlich wird. Lesen Sie ihn zur Überprüfung laut vor. So erkennen Sie schnell, falls sich der Text schlecht sprechen lässt und unnatürlich wirkt.

Storyboard schreiben Ein Storyboard hilft, den Erklärfilm zu gliedern. Teilen Sie dazu ein Blatt Papier oder ein Textdokument in zwei Spalten. Die rechte bietet Platz für Ihren Text. In der linken Spalte skizzieren Sie passende Bilder zu den Keywords. Manchmal müssen Sie den Text abändern, damit Sie ihn besser verbildlichen können. Am Ende entsteht aus dem Storyboard ein Leitfaden für Ihren Erklärfilm. Schenken Sie diesem einen kritischen Blick: Haben Sie vielleicht mit zu vielen oder zu wenigen Bildern pro Text gerechnet? Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gefühl dafür, wie viele Bilder zu dem Text passen.

Text einsprechen Bedenken Sie, dass der gesprochene Text später die Länge des Films vorgibt! Daher ist es sinnvoll, die Bilder erst zu malen, wenn das Gesprochene feststeht. Versuchen Sie beim Einsprechen natürlich zu sprechen anstatt steif abzulesen. Manchen Menschen hilft es, sich eine vertraute Person vorzustellen, der sie den Inhalt erzählen. Oder Sie nehmen Ihren Text nur in Stichpunkten vor sich, um Ablesen zu vermeiden.

Gutes Mikrophon nutzen Nutzen Sie zum Einsprechen ein gutes Mikrophon, das starke S- und K-Laute filtert. Räuspern, Ähm-Laute und Schlucken werden in der Nachbearbeitung mit einem beliebigen Schnittprogramm herausgenommen. Nehmen Sie Ihren Text ruhig mehrmals auf und suchen Sie sich dann die beste Version aus. Manchmal hilft es, eine andere Person um Rat zu fragen, denn es fällt schwer, die eigene Stimme zu beurteilen. Als Programm zum Einsprechen hat sich in unserer Agentur „Garage Band“ bewährt.

Zeichnungen anfertigen Gleichen Sie den gesprochenen Text mit Ihrem Storyboard ab. Hat sich etwas Grundlegendes geändert, sollten Sie das markieren und gegebenenfalls neue Verbildlichungen suchen. Stehen Ihre Bilder fest, zeichnen Sie diese. Falls Sie einen Legetechnik-Film planen, können Sie die Bilder auf festem Papier zeichnen und ausschneiden. Dies beugt Knicke beim Schieben vor. Möchten Sie ein zeichengestütztes Programm wie „Videoscribe“ nutzen, fertigen Sie die benötigten Zeichnungen digital an. Hierfür bietet sich z.B. „Adobe Illustrator“ an. Nutzen Sie dabei die verschiedenen Ebenen, denn deren Reihenfolge gibt vor, wie das Programm Ihre Zeichnung später nachzeichnet. Speichern Sie das fertige Bild im svg-Format ab. Um es besser nachbearbeiten zu können, brauchen Sie auch eine Version als ai-Datei.

Erklärfilm erstellen

… in Legetechnik. Ihr Storyboard dient Ihnen als Hilfe. Lassen Sie Ihren gesprochenen Text laufen und üben Sie das Einschieben der Bilder in der richtigen Geschwindigkeit und Reihenfolge. Nutzen Sie dazu den Untergrund, den Sie später als Hintergrund verwenden möchten. Er sollte glatt und eben sein. Sobald Sie sich sicher fühlen, bauen Sie das Setting auf. Beachten Sie dabei, dass es eventuell länger unverändert bleiben muss, falls der Dreh nicht auf Anhieb klappt. Positionieren Sie Ihre Kamera möglichst senkrecht zu Ihrer Fläche. Ein großes Stativ hilft dabei. Leuchten Sie anschließend alles gut aus, damit keine ungewollten Schatten entstehen. Markieren Sie sich den Ausschnitt der Kamera auf Ihrer Fläche. Mit dem Text im Ohr starten Sie Ihren ersten Dreh-Versuch. Beachten Sie, dass sowohl Aufbau des Settings als auch die Dreh-Versuche einige Zeit in Anspruch nehmen. Haben Sie Ihren Erklärfilm erfolgreich abgedreht, hinterlegen Sie ihn mit dem Text und gegebenenfalls mit Hintergrundmusik. Es eignen sich jegliche Schnittprogramme wie beispielsweise iMovie.

… mit programmgestütztem Zeichnen. Laden Sie sich ein geeignetes Programm für das Erstellen von Erklärfilmen herunter. Videoscribe ist einfach und schnell handzuhaben und bietet viele Einstellungsmöglichkeiten. Die fertigen Bilder mit der Endung .svg und den gesprochenen Text können Sie in Videoscribe hochladen und in die Zeitleiste einfügen. Legen Sie den Ausschnitt und die Länge der Animation für jedes Bild fest. Lassen Sie dazu das Video immer wieder laufen, um die Bilder mit dem Ton abzugleichen. Achten Sie darauf, dass ihr Erklärfilm nicht zu gehetzt wirkt, indem zu viele Bilder in zu kurzer Zeit gezeichnet werden. Sie können den Hintergrund, die Art der Animation und das Zeigen von Händen in dem Programm festlegen. Auch Hintergrundmusik lässt sich einfügen. Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis, können Sie den Film in verschiedene Dateiformate konvertieren.

Fertigstellung Von der passenden Technik, zur Konzeption und Produktion: Ihr Erklärfilm ist fertig. Jeder Schritt braucht Übung und Erfahrung. Denken Sie daran, falls nicht auf Anhieb alles klappt. Gerne unterstützen wir Sie bei einzelnen Schritten oder erstellen den kompletten Erklärfilm für Sie.

Autorin: Ronja Mößbauer
Brauchen Sie Unterstützung bei Ihrem eigenen Erklärfilm, schreiben Sie gerne an: info@urbach-pr.de